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Hände

Noroviren: Händedesinfektion gemäß RKI

Noroviren sind hochansteckend, verbreiten sich vor allem in den Wintermonaten und verursachen schwere Magen-Darm-Entzündungen. Den Schlüssel zur Vorbeugung und Eindämmung der widerstandsfähigen Erreger bildet die Händedesinfektion mit einem gegenüber unbehüllten Viren wirksamen Präparat. Das Robert Koch-Institut (RKI) differenziert bei der Produktauswahl zwischen Routinefall und Ausbruchssituationen.

Händedesinfektion ist ein zentraler Baustein des Multibarrierensystems zum Infektionsschutz  – insbesondere in der Noroviren-Saison zwischen November und April. Maßnahmen zur Händehygiene müssen daher konsequent eingehalten werden. Das RKI gab im August 2014 eine neue Empfehlung zur Händedesinfektion bei Noroviren. Dabei wird zwischen dem Routine- und dem Ausbruchsfall unterschieden.

Routinemäßig sollte demnach ein Präparat eingesetzt werden, das sich im quantitativen Suspensionstest als mindestens wirksam gegen murine Noroviren (MNV) und Adenoviren erweist. Unabhängige Gutachten bestätigen die Wirksamkeit von Sterillium® med gegenüber dem Adenovirus und MNV [1,2]. Das ethanolische Präparat wirkt innerhalb der hygienischen Händedesinfektion nachweislich in 30 Sekunden. Hochwertige Rückfettungssubstanzen sowie der Verzicht auf Parfüm- und Duftstoffe stellen darüber hinaus eine sehr gute Hautverträglichkeit sicher.

Bei einem Ausbruch sollte gemäß RKI ein Hände-Desinfektionsmittel mit viruzider Wirksamkeit gemäß DVV/RKI-Leitlinie eingesetzt werden. Dafür müssen Experten-Gutachten zunächst die Erfüllung der Leitlinie bestätigen. Dieser Nachweis ist Voraussetzung für die Listung durch das RKI für den Wirkungsbereich B (Viruzidie) [3]. Im Ausbruchsfall muss ein Produkt aus der RKI-Desinfektionsmittelliste zur Anwendung kommen. Für die Aufnahme in diese Liste führt das Robert Koch-Institut zusätzlich eine eigene Untersuchung durch.

Das leistungsstarke Sterillium® Virugard ist in der Desinfektionsmittelliste des RKI für den Wirkungsbereich A und B (Viruzidie) zugelassen – als einziges alkoholisches Präparat ohne Phosphorsäure. Da Produkte auf Phosphorsäurebasis im Verdacht stehen, Hautirritationen auszulösen [4], bildet Sterillium® Virugard eine hautverträgliche Alternative. Die Wirksamkeit von Sterillium® Virugard gegen Noroviren ist darüber hinaus in klinischen Erfahrungsberichten gut dokumentiert [5].

Eine Forschungsarbeit zeigt: Sterillium® Virugard  und Sterillium® med sind auch unter Praxisbedingungen, d. h. bei Kontamination der Hände durch Fäkalien, wirksam gegen Noroviren.

Studie: Praxisnahe Methode zum Nachweis der viruziden Wirksamkeit von Hände-Desinfektionsmitteln

Quellen
1. Dr. Jochen Steinmann: Wirksamkeit von Sterillium med gegenüber dem Adenovirus Typ 5 im quantitativen Suspensionsversuch nach der EN 14476:2013, MikroLab GmbH, Bremen, 2014.
2. Dr. Jochen Steinmann: Wirksamkeit von Sterillium med gegenüber dem murinen Norovirus im quantitativen Suspensionsversuch nach der EN 14476:2013, MikroLab GmbH, Bremen, 2014.
3. Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren. Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz, 12/2013, 56: 1706–1728 (Stand: 22.09.2013).
4. Kampf G, Reichel M (2010) Gehäufte Hautirritationen durch ein viruzides Händedesinfektionsmittel mit hohem Phosphorsäuregehalt. Arbeitsmedizin, Sozialmedizin & Umweltmedizin 45: 546-547.
5. Simon A, Schildgen O, Eis-Hübinger AM, Hasan C, Bode U, Buderus S, Engelhart S, Fleischhack G (2006) Norovirus outbreak in a pediatric oncology unit. Scandinavian Journal of Gastroenterology 41 (6): 693–699.

Abgestimmte Händehygiene für eine gute Compliance

Die steigende Zahl nosokomialer Infektionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehört weltweit zu den größten Herausforderungen des Gesundheitssystems. Etwa ein Drittel dieser Infektionen ließe sich mit einer konsequenten Händedesinfektion vermeiden.

In der Praxis wird jedoch nur jede zweite Händedesinfektion dann durchgeführt, wenn sie erforderlich wäre. Studien zeigen, dass hautverträgliche Hände-Desinfektionsmittel die Compliance deutlich erhöhen können. Eine gesunde Haut trägt ebenfalls zur Compliance bei. Bereits kleinste Hautrisse führen zu Hautbrennen bei der Händedesinfektion und erschweren ihre korrekte Durchführung. Hautschutz ist daher auch Infektionsschutz und für die Prävention nosokomialer Infektionen unverzichtbar.

Die hautverträglichen, leistungsstarken Hände-Desinfektionsmittel der Sterillium®-Range erfüllen alle Ansprüche an einen umfassenden Infektionsschutz. Angefangen beim Klassiker Sterillium®, mit seinem speziellem Hautpflegekomplex und einer in 40 Jahren bewährten Langzeitverträglichkeit, über die farbstoff- und parfümfreie Variante Sterillium® classic pure bis zu den ethanolischen Produkten  Sterillium® med  und Sterillium® Virugard, dem ersten, für den Bereich B (Viren) vom RKI gelisteten Hände-Desinfektionsmittel.

Die Belastungen, denen die Hände in Gesundheitsberufen ausgesetzt sind, gleichen die Händepflege- , Hautschutz- und Händereinigungs-Produkte der Baktolan®- und Baktolin®-Serie mit – je nach Hautzustand – unterschiedlich gewichteten hochwertigen Inhaltsstoffen und Rezepturen aus.

Zusammen mit den Untersuchungs- und Schutzhandschuhen der Peha-soft®- und Peha-taft®-Range, steht ein komplettes Hände Hygiene System zur Verfügung, das alle Anwendungsbereiche der Händehygiene abdeckt. Die Bestandteile sind umfassend wissenschaftlich begutachtet – für eine Reihe ausgewählter Produkte wurden Kompatibilitätsgutachten durchgeführt.