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Flächendesinfektion bei Clostridium difficile

Bei Vorkommen von C. difficile in Gesundheitseinrichtungen sind bis zu 30 Prozent der Flächen mit dem Erreger kontaminiert und können so ein Reservoir für neue Infektionen darstellen. Umgebungsuntersuchungen zufolge, waren C. difficile auf Fußböden (46 %), Bettgestellen (19 %), Heizungen (19 %) bzw. Kommoden (8 %) nachweisbar. C. difficile-Sporen vermögen zudem auf Flächen bis zu 5 Monate zu überleben.

Eine wirksame Flächendesinfektion muss über ein sporizides Wirkungsspektrum verfügen. Neuesten Empfehlungen des Robert Koch-Institutes im Umgang mit C. difficile zufolge, sollten bevorzugt Sauerstoffabspalter eingesetzt werden (1). Dazu zählen beispielsweise Produkte auf Basis von Magnesiummonoperoxyphthalat Hexahydrat (MMPP) . Empfohlen wird eine tägliche Wischdesinfektion der patientennahen (Handkontakt-) Flächen (z.B. Nachttisch, Bettgestell, Nassbereich/Sanitärbereich, Toiletten, Türgriffe). Die Desinfektionsmaßnahmen sind bei Bedarf auf weitere kontaminationsgefährdete Flächen auszudehnen und die Frequenz ist zu erhöhen. Bei gezielter Desinfektion sind grobe Verunreinigungen zunächst hygienisch einwandfrei (z.B. mit Zellstoff) aufzunehmen und zu entsorgen und bei der anschließenden Desinfektion die Wirkungsgrenzen der eingesetzten Desinfektionsmittel (z.B. durch organische Belastung) zu beachten.

1 Aktualisierter RKI-Ratgeber - Merkblätter für Ärzte, Clostridium difficile,
www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Clostridium.html
(abgerufen: 08.05.2012)