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Infektionsgefahren durch mobile Kommunikationsgeräte im klinischen Bereich

Mobile Kommunikationsgeräte kommen in zunehmendem Maße in verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung zum Einsatz. Mit Smartphones, patientennahen High-Tech-Monitoren oder auf Tablet-PCs geführten Patientenakten kann eine verbesserte Effizienz der Pflegemaßnahmen erzielt werden. Wie neue wissenschaftliche Studien belegen, ist die Digitalisierung des klinischen Umfelds jedoch mit dem Risiko einer Übertragung pathogener Erreger verbunden.


Erregerübertragung durch mobile Geräte

Werden Geräte in der patientennahen Umgebung mit den Händen berührt, kann eine Erregerübertragung erfolgen. 98 % des Krankenhauspersonals nutzt Mobiltelefone während der Arbeit, von denen fast die Hälfte (45 %) mit Mikroorganismen besiedelt ist – 15 % davon mit gramnegativen Erregern. Auch bei Patienten ist die Nutzung von Mobiltelefonen mit über 90 % sehr verbreitet. Die von Patienten genutzten Handys sind sogar zu rund 84 % mikrobiell kontaminiert. Auf ca. 12 % der Geräte kann man Bakterien nachweisen, die bekanntermaßen nosokomiale Infektionen auslösen.

Der Übertragung pathogener nosokomialer Erreger kann mit Maßnahmen zur Dekontamination vorgebeugt werden. Experten empfehlen dazu, die Desinfektion mobiler Kommunikationsgeräte zum Standard zu erheben – eine Erkenntnis, die sich bei den Nutzern noch nicht durchgesetzt hat. Obwohl z. B. Smartphones intensiv im klinischen Umfeld genutzt werden, fehlen bislang klare Richtlinien zu Häufigkeit und Vorgehen bei der Desinfektion. Eine Compliance-Barriere stellt dabei die Sorge um die Materialverträglichkeit empfindlicher Oberflächen bei der Anwendung von Desinfektionsmitteln dar.


Sensible Oberflächen schonend desinfizieren

Als effektive und schonende Methode zur Dekolonisierung sensibler Oberflächen gelten alkoholgetränkte Tücher. Es stehen neue vorgetränkte Einmaltücher mit spezieller Formulierung und niedriger Alkoholkonzentration zur Verfügung. Eine aktuelle Studie bestätigt: Damit ist eine Schnelldesinfektion alkoholempfindlicher Oberflächen von mobilen elektronischen Geräten schonend möglich. Auch sensible Medizinprodukte (z. B. Stethoskope) und Behandlungsliegen können sicher und materialschonend desinfiziert werden.


Produkt-Empfehlungen für die Desinfektion sensibler Oberflächen finden Sie hier.

Zusammenfassungen wissenschaftlicher Studien zu diesem Thema finden Sie im Bereich SCIENCE.