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Alkohole

Alkoholmoleküle
Alkoholmoleküle schädigen die äußere Zellmembran und dringen in das Zytoplasma ein
Alkoholmoleküle
Alkoholmoleküle zerstören die innere Struktur der Zellmoleküle und der Proteine des Zytoplasmas. Dieser Vorgang wird Denaturierung genannt

Gruppe chemischer Verbindungen, die aus linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoff-Ketten mit einer oder mehreren OH-Gruppen bestehen. 

Alkohole sind leicht flüchtig, rasch wirksam, wenig toxisch und dienen als Basiswirkstoff in vielen Desinfektionsmitteln. Abhängig von der Konzentration und dem Alkoholtyp umfasst das Wirkungsspektrum der Alkohole Bakterien, Pilze sowie behüllte und unbehüllte Viren. Bakteriensporen bleiben jedoch unbeeinflusst. 

Die Desinfektionswirkung ist bei Alkoholen mit einer längeren Kohlenstoffkette deutlich größer. Aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit werden in der Desinfektion heute nur Ethanol und Propanole (1-Propanol und 2-Propanol) als Wirkstoffe in unterschiedlichen Alkoholkonzentrationen eingesetzt. Trotz der hervorragenden Wirksamkeit gegen die meisten klinisch relevanten Mikroorganismen sind Alkohole schnell und vollständig biologisch abbaubar. 

Ihr Einsatz führt bei Bakterien nicht zu Resistenzen, da sie über einen unspezifischen Wirkmechanismus verfügen: Die Alkoholmoleküle schädigen die äußere Zellmembran, dringen in das Zytoplasma ein und zerstören die innere Struktur der Zellmoleküle und der Proteine des Zytoplasmas. Dieser, Denaturierung genannte, Vorgang und die Koagulation von Enzymen, führen zu einem Verlust der zellulären Aktivität und schließlich zum Zelltod.