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Einreibemethode zur Händedesinfektion

Einreibemethode zur Händedesinfektion

Damit eine Händedesinfektion den geforderten Desinfektionserfolg erzielen kann, müssen beim Einreiben des Desinfektionsmittels alle Areale der Hand vollständig mit dem Präparat benetzt werden. Seit den 70er Jahren galt als beste Einreibetechnik zur Vermeidung von Benetzungslücken eine Abfolge von sechs Schritten. Diese stellen das Standardeinreibeverfahren dar, mit dem Mittel für die hygienische Händedesinfektion nach der EN 1500 auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. 

Fingerkuppen und Daumen sind bei der Händedesinfektion besonders zu beachten

Eine umfangreiche Studie aus 2008 kam zu dem wissenschaftlich gesicherten Ergebnis, dass eine „eigenverantwortliche Einreibemethode“ die besten Benetzungsergebnisse erzielt. In der Studie wendeten die Probanden das Präparat nach individueller Technik an und achteten dabei selbst auf eine vollständige Benetzung. Von den getesteten Einreibemethoden schnitten die bekannten sechs Schritte dagegen mit den größten Benetzungslücken am schlechtesten ab. Für eine ausreichend sichere Händedesinfektion wurden zwischen 25 und 30 Sekunden benötigt – kürzere Zeiten führten zu mangelhaften Benetzungsergebnissen. Neben der ausreichenden Einwirkzeit ist die sorgfältige Benetzung von Fingerkuppen und Daumen, die klinisch besonders wichtig sind, von besonderer Bedeutung. Auch bei der eigenverantwortlichen Einreibemethode sollte die vollständige Benetzung in Schulungen regelmäßig trainiert werden.