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HIV

HI-Virus
Das HI-Virus schädigt oder zerstört Zellen der Immunabwehr. Der Körper kann sich daraufhin nicht mehr wirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze sowie gegen bestimmte Krebszellen wehren

Human Immunodeficiency Virus. Virus aus der Gruppe der Retro-Viren, das die erworbene Abwehrschwäche AIDS auslöst. Das Virus ist behüllt und kann somit als ein gegen Umgebungseinflüsse weniger resistentes Virus eingestuft werden. Die potenzielle Infektiosität der Viruspartikel außerhalb des menschlichen Körpers kann unter entsprechenden Bedingungen mehrere Tage bis etwa 2 Wochen erhalten bleiben. Bei HIV-positiven Personen ist das Virus in fast allen Körperflüssigkeiten in unterschiedlicher Konzentration enthalten.

Bisher ist eine Übertragung des Virus nur durch Blut, Samenflüssigkeit und Vaginalsekret nachgewiesen. Muttermilch kommt möglicherweise auch als Überträger in Frage. Auf Schutzmaßnahmen wird in den Anlagen zur RKI-Richtlinie eingegangen. Durch eine große Anzahl von Untersuchungen wurde bereits belegt, dass HIV dem HBV ähnlich, aber weniger chemoresistent als HBV ist. Daher können für die Desinfektion bei HIV bzw. AIDS alle Desinfektionsmittel und -verfahren verwendet werden, die sich auch bei HBV bewährt haben. Seit 2004 wird eine Wirksamkeit gegen HIV anerkannt, wenn ein Desinfektionsverfahren „begrenzt viruzid“ ist.