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Weltweiter Händehygienetag

Der diesjährige Händehygienetag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 5.5. steht ganz im Zeichen der Antibiotikaresistenz. Mit ihrem Motto “Fight antibiotic resistance – it’s in your hands” stellt die WHO die Händehygiene als wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Antibiotikaresistenzen in den Fokus. Denn neben einer rationalen Antibiotikagabe und der Entwicklung neuer Antibiotika spielen konsequente Hygienemaßnahmen bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen eine entscheidende Rolle.

Händehygienetag am 5. Mai 2017:
Mit Händehygiene Antibiotikaresistenzen vorbeugen

Die Zunahme von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien wird zu einer wachsenden globalen Bedrohung. Tatsächlich sterben allein in Europa jedes Jahr 25.000 und in den USA an die 23.000 Menschen an Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien [1, 2].

Die WHO stellt sich dieser stetig steigenden Gefahr mit zahlreichen Kampagnen und Aktionen entgegen. 2015 wurde der „Globale Aktionsplan zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen“ ins Leben gerufen [3]. Im Februar dieses Jahres erstellte die WHO eine Liste der resistenten Bakterien, die sie aufgrund ihrer Antibiotikaresistenzen als besonders wichtig einstuft [4]. Die Prioritätsliste der WHO umfasst 12 Bakteriengruppen. Je limitierter die Behandlungsmöglichkeiten dieser Bakteriengruppen sind, desto dringlicher ist die Entwicklung neuer Antibiotika. Die WHO will damit die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika in die richtige Richtung lenken. Je nach Erfordernis der Entwicklung neuer Antibiotika werden die Bakterien in die drei Kategorien kritische, hohe oder mittlere Priorität eingeteilt:

WHO Prioritätenliste für die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika

Priorität 1: KRITISCH

  1. Acinetobacter baumannii, Carbapenem-resistent
  2. Pseudomonas aeruginosa, Carbapenem-resistent
  3. Enterobacteriaceae, Carbapenem-resistent, resistent gegen Cephalosporine der 3. Generation

 Priorität 2: HOCH

  1. Enterococcus faecium, Vancomycin-resistent
  2. Staphylococcus aureus, Methicillin-resistent, Vancomycin-intermediär oder -resistent
  3. Helicobacter pylori, Clarithromycin-resistent
  4. Campylobacter spp., Fluorochinolon-resistent
  5. Salmonellae spp., Fluorochinolon-resistent
  6. Neisseria gonorrhoeae, resistent gegen Cephalosporine der 3. Generation, Fluorochinolon-resistant

 Priorität 3: MITTEL

  1. Streptococcus pneumoniae, Penicillin-unempfindlich
  2. Haemophilus influenzae, Ampicillin-resistent
  3. Shigella spp., Fluorochinolon-resistent


So wichtig die Entwicklung neuer Antibiotika ist, mindestens ebenso dringlich ist eine effektive Prävention: Die Händedesinfektion wird dabei von der WHO als wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Infektionen bewertet – auch derjenigen, die durch multiresistente Keime ausgelöst werden.

Daher hat die WHO ihren weltweit wichtigsten Aktionstag zur Förderung der Händehygiene unter das Motto „Fight antibiotic resistance – it’s in your hands“ gestellt und den Tag dem Kampf gegen die Antibiotikaresistenzen gewidmet.

Erfahren Sie mehr über das globale Problem der Antibiotikaresistenz und die Rolle der Händehygiene in unserer Storygrafik „Antibiotikaresistenzen: Vom globalen Problem zur multimodalen Lösung“.

Storygrafik „Antibiotikaresistenzen: Vom globalen Problem zur multimodalen Lösung“

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Quellen:
1. http://ecdc.europa.eu. Letzter Zugriff am 24.04.2017
2. https://www.cdc.gov. Letzter Zugriff am 24.04.2017
3. WHO. Global Action Plan on Antimicrobial Resistance. 2015
4. http://www.who.int. Letzter Zugriff am 21.04.2017