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Kurze Einwirkzeiten auf talgdrüsenreicher Haut

Kurze Einwirkzeiten auf talgdrüsenreicher Haut

Mit einer konsequenten Hautantiseptik vor allen invasiven Eingriffen kann das Risiko einer Infektion deutlich vermindert werden. Die Hautantiseptik ist daher in Hygienerichtlinien vorgeschrieben [1]. Die infektionsprophylaktische Maßnahme zielt sowohl auf die Abtötung der vorübergehend auf der Haut befindlichen Keime als auch auf die hauteigenen Keime. In der Hautantiseptik gelangen vorwiegend alkoholische Präparate zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch eine hohe sogenannte „initiale Reduktion“ der transienten und residenten Hautflora aus. Durch diese starke sofortige Keimreduktion wird zudem das Nachwachsen der residenten Keime erheblich verzögert. Damit ist ein zuverlässiger antimikrobieller Langzeiteffekt gegeben, der auch bei längeren Eingriffen einen bestmöglichen Patientenschutz bietet [1].

Ein Trend in der klinischen Praxis sind Hautantiseptika mit reduzierter Einwirkzeit. So ist auch in Notfallsituationen ein umfassender Infektionsschutz gewährleistet. Zudem wird Arbeitszeit eingespart und damit der klinische Arbeitsablauf optimiert.

Während auf der talgdrüsenarmen Haut indikationsabhängig Einwirkzeiten ab 15 Sekunden möglich sind, gelten für talgdrüsenreiche Hautareale längere Einwirkzeiten von mindestens 1 Minute bis maximal 10 Minuten. Diese Einwirkzeiten betreffen Hautregionen wie z. B. die Kopfhaut, Stirn, Brustbereich, Rücken oder  die Axillen, in denen sich besonders viele residente Erreger befinden. In diesen Arealen sind die Keime zudem schwerer abzutöten.

Moderne Hautantiseptika mit hoher initialer Keimreduktion können rezepturabhängig auch auf talgdrüsenreicher Haut kurze Einwirkzeiten von 2 Minuten erreichen und dazu beitragen, den klinischen Ablauf zu optimieren.


1 Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet.
Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut.
Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz, 2007; 50:377–393.


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