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H7N9-Virus – Symptome, Infektionsweg und Hygienemaßnahmen bei aviären Influenza-Infektionen

Am 1. April 2013 meldete die WHO erstmals das Auftreten eines Aviären Influenzavirus (AIV) des Subtyps H7N9 in China beim Menschen. Die Abkürzungen H (Hämagglutinin) und N (Neuraminidase) stehen für die wichtigsten Eiweiße der Virushülle. Die Ansteckungsquelle ist bislang nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sich die mit dem H7N9-Virus infizierten Personen durch den Kontakt mit Geflügel angesteckt haben. Der Erreger befällt das Geflügel, die Infektion kann aber völlig symptomlos verlaufen. Dadurch wird der Nachweis der Infektionsquelle erschwert und das Virus verbreitet sich weitgehend unbemerkt. Die WHO vermutet eine Übertragung des Vogelgrippe-Virus von Mensch zu Mensch in seltenen Fällen. Es wurden schwere, zum Teil tödliche Verläufe beim Menschen im Zusammenhang mit H7N9 berichtet – einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Infektionsweg und Dauer der Ansteckungsfähigkeit bei aviären Influenzaviren

Aviäre Influenzaviren können durch das Einatmen infektiöser Partikel bei engem Kontakt mit Geflügel, z. B. durch Hand-Augen-Kontakt nach Berührung kontaminierter Vogelexkremente, oder durch verseuchtes Wasser übertragen werden. Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit vergehen in der Regel zwischen 2 und 5 Tagen. Die Ansteckungsgefahr ist ab dem Auftreten der ersten Symptome gegeben, die denen der saisonalen Grippe ähneln, und beträgt mindestens 4 bis 7 Tage. In der Regel sind die Vogel-Influenzaviren nicht sehr infektiös für den Menschen. Kommt es jedoch zur Infektion, kann dies mit schweren Krankheitsverläufen verbunden sein.


Hygienemaßnahmen bei aviären Influenzaviren

Im Falle der Ansteckung sollten die für Grippeviren üblichen Hygienevorschriften eingehalten werden. Zur Desinfektion eignen sich als begrenzt viruzid deklarierte Desinfektionsmittel. Die meisten Viren werden über die Hände weitergegeben. Im Krankheitsfall kann insbesondere die sorgfältige Händedesinfektion zur Vermeidung der Übertragung auf gesunde Personen beitragen. Darüber hinaus ist eine tägliche Wischdesinfektion patientennaher Flächen sowie der Geräte/ Medizinprodukte mit direktem Kontakt zum Patienten zu empfehlen. Gegebenenfalls ist eine Ausweitung der Desinfektionsmaßnahmen auf weitere Flächen angeraten.

Weitere Hygienetipps zu Influenza-Viren finden Sie hier.


Weitere Informationen:
Robert Koch-Institut 2011: Influenza (Saisonale Influenza, Influenza A (H1N1) 2009, Aviäre Influenza). RKI Ratgeber für Ärzte

Robert Koch-Institut 2013: RKI zu humanen Erkrankungsfällen mit Influenza A(H7N9) in China, Stand: 09.04.2013