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Hygienemaßnahmen bei Influenza-Viren

Influenzaviren lösen Grippe bzw. Atemwegsinfektionen aus und sind weltweit verbreitet. Besonders in den Wintermonaten kommt es regelmäßig zur Häufung von Grippeerkrankungen. Die behüllten Viren werden in drei verschiedene Typen unterteilt: A, B und C. Allerdings sind nur die ersten beiden für den Menschen relevant. Der Virusstamm A(H1N1)pdm09 (umgangssprachlich auch „Schweinegrippevirus“ genannt) gehört dem Typ A an. Zur Vorbeugung sowie Eindämmung der Influenza-Übertragung ist die konsequente Händehygiene, insbesondere die Händedesinfektion, wesentlich [1].


Ansteckung, Symptome, Krankheitsverlauf

Die Übertragung der hochansteckenden Influenzaviren erfolgt vorwiegend durch Tröpfcheninfektion. Die Tröpfchen-Partikel können eine Größe von mehr als 5 µm haben und werden hauptsächlich durch Niesen oder Husten in die Luft freigesetzt. Durch Einatmen gelangen die Erreger dann auf die Atemwegsschleimhäute anderer, sich in der Nähe befindender Personen. Zudem werden die Erreger durch den direkten Kontakt der Hände mit kontaminierten Oberflächen und dem anschließenden Berühren von Mund oder Nase übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Tage. Sobald die ersten Krankheitssymptome auftreten, sind Erkrankte durchschnittlich vier bis fünf Tage ansteckend. Besonders Kinder oder Personen mit chronischen Vorerkrankungen sind jedoch häufig länger infektiös. Die Krankheitsdauer beträgt im Schnitt fünf bis sieben Tage. Entstehen Komplikationen oder sind die Risikofaktoren erhöht (Alter, chronische Erkrankungen), kann die Erkrankung deutlich länger andauern [1].

Die Symptome der Grippe sind plötzlich einsetzendes Fieber, Husten sowie Hals-, Muskel und Kopfschmerzen. Weiterhin äußert sich die Infektion in Schweißausbrüchen, Rhinorrhö und allgemeiner Schwäche. Auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können während einer Grippeinfektion auftreten. Der Krankheitsverlauf bei Influenza ist jedoch sehr unterschiedlich. So können schwere Grippeerkrankungen primäre virale Pneumonien hervorrufen. In den meisten Fällen allerdings zeigen sich lediglich leichte Symptome oder die Infektion verläuft asymptomatisch, also ohne erkennbare Krankheitsanzeichen. Nur ein Drittel der Infektionen ist fieberhaft [1].


Händedesinfektion bei Influenzaviren

Bei der Inaktivierung von Influenzaviren steht die hygienische Händedesinfektion im Fokus. Diese erfolgt nach den Fünf Momenten der WHO mit einem begrenzt viruziden Hände-Desinfektionsmittel. Zwingend ist eine Händedesinfektion bei Influenzaviren z. B. in folgenden Situationen [2]:

  • nach Patientenkontakt
  • nach Ablegen der Einmalhandschuhe
  • nach dem Kontakt mit infektiösen Gegenständen oder Material
  • vor Verlassen des Zimmers

Voraussetzung für die Einhaltung der Händedesinfektion ist eine ausreichende Zahl von gut platzierten Spendern.

Flächendesinfektion bei Influenzaviren

Da sich Influenzaviren auch durch den Kontakt von Händen mit kontaminierten Flächen verbreiten, ist die tägliche Wischdesinfektion von patientennahen Flächen (z.B. Nachttische oder Türgriffe) unverzichtbar. Gegebenenfalls werden weitere kontaminationsgefährdete Oberflächen desinfiziert. Das RKI empfiehlt zur Flächendesinfektion bei Influenza Desinfektionsmittel mit begrenzt viruzidem Wirkungsspektrum [3, 4].