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Mikrobiologische Überprüfung flexibler Endoskope

Für die mindestens einmal jährlich zu erfolgende mikrobiologische Überprüfung flexibler Endoskope hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften eine Verfahrensanweisung entwickelt, mit der sowohl Routineuntersuchungen als auch Validierungen effektiv durchgeführt werden können.

Probenahme
Unter aseptischen Bedingungen;
(Einmalkleidung, Händedesinfektion vor jeder Probenahme);
Zwei Personen erforderlich;
Reihenfolge: 1. Abstrich-, dann Durchspülprobe

Probenverarbeitung
1. Ablesung jeweils nach 24 Std.;
2. Ablesung nach 44 Std. (+ 4 Std.)

Test-Mikroorganismen
Enterobacteriacea, Pseudomonas aeruginosa, Staphylokokken,  Streptokokken, Fäkalstreptokokken, Mykobakterien, Legionellen.

Auswertung
Abstrichböden: Das Ergebnis wird pro Abstrich gewertet. Keimwachstum auf Selektivnährböden = positiver Befund je Spezies.
Flüssigkeitsproben: Auszählung der Keime. Ergebnis in KBE/ml Probevolumen.

Befundergebnis
Zulässige Koloniezahl = < 20 KBE pro Kanal. Dabei dürfen folgende Keime nicht nachweisbar sein: Escherichia coli, andere Enterobakterien, Enterokokken, Pseudomonas aeruginosa und andere Pseudomonaden, Nonfermenter, nosokomiale Infektionserreger wie Staphylococcus aureus, Mykobakterien und Legionellen, vergrünende Streptokokken (gemäß Risikoanalyse).

Interpretation
Keimwachstum und Fehlerquelle, z. B:
Nachweis von Fäkalkeimen = mangelnde Reinigung/Desinfektion
Nachweis von Pseudomonas aeruginosa und anderen Pseudomonaden und Nonfermentern = mangelhafte Qualität des Schlussspülwassers.

Die vollständige Empfehlung mit detaillierter Beschreibung der Verfahrensweise kann hier als Sonderdruck kostenlos angefordert werden.

Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Mitteilung des Vorstands.
Hygienisch-mikrobiologische Überprüfung flexibler Endoskope  nach ihrer Aufbereitung.
Hyg Med 2010, 35 (3): 75-78.