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Neue Generation von Einwegsystemen für mehr Patientenschutz in Risikobereichen

Um Patienten auf Intensivstationen, in der Hämatoonkologie,  Neonatologie  und auf Verbrennungsstationen angemessen vor Infektionen zu schützen, sind besondere Hygienevorkehrungen zu beachten. Dazu gehört u. a. die Empfehlung des Deutschen Verbundes für Angewandte Hygiene e. V. (VAH e. V.), die einen Einsatz von Mehrwegsystemen zur Flächendesinfektion in Risikobereichen ausdrücklich nicht empfiehlt [1]. Eine sichere Alternative stellen moderne Einweg-Tuchspendersysteme dar, die nach Gebrauch komplett entsorgt werden.

Keimverschleppungen sind ein Risikofaktor in der Flächendesinfektion. Mit dem Einsatz von wieder-befüllbaren Tuchspendersystemen können Kontaminationsrisiken, z. B. durch ein Wiedereintauchen von Tüchern in Desinfektionslösungen deutlich reduziert werden. In der klinischen Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass der Sicherheitsvorteil dieser Spendersysteme verloren geht, wenn die Behälter unzureichend aufbereitet werden. Ein häufiges Problem, wie eine Studie des BODE SCIENCE CENTER zeigt. Demnach wiesen 42,4 Prozent der Anwendungslösungen, die aus 13 Krankenhäusern stammten, eine hohe Kontamination mit verschiedenen Erregern nach, darunter auch die gram-negativen Serratia-Bakterien [2].


Kontamination durch mangelhafte Aufbereitung

Gram-negative Erreger weisen eine höhere Fähigkeit zur Biofilm-Bildung auf, die dazu führen kann, dass sich Desinfektionsmitteltoleranzen entwickeln (Ausnahme: aldehydhaltige und alkoholische Desinfektionsmittel). Die mangelhafte Aufbereitung eines Tuchspendersystems ist eine der Hauptursachen für dieses Phänomen. Als Konsequenz empfiehlt der VAH, in Risikobereichen auf Tuchspendersysteme, die wieder aufbereitet werden müssen konsequent zu verzichten. Diese Empfehlung gilt auch, wenn nur die Deckel der Spendersysteme wiederaufzubereiten sind.


Neue Generation von Einmal-Tuchspendern für noch mehr Sicherheit

Eine Alternative bieten Einwegbehälter mit integrierter Vliesrolle, die nach Gebrauch einfach entsorgt werden können. Die Gefahr, dass die Desinfektionslösung kontaminiert wird, sinkt durch den Einmalgebrauch und auch einer Biofilmbildung wird zuverlässig vorgebeugt.

Die neue Generation von Einwegspendern wie das X-Wipes Safety Pack reduziert zusätzlich auch das Kontaminationsrisiko beim Befüllen des Spenders: Die patentgeschützte Öffnung verhindert ein Hineingreifen der Hand in den Behälter und damit den Kontakt mit Vliesrolle und Desinfektionslösung. Weiterer Vorteil: Bei Einmal-Spendersystemen sind keine mikrobiologischen in-use-Hygienekontrollen erforderlich, wie sie vom VAH für alle nicht-alkoholischen Produkte gefordert werden.

In Übereinstimmung mit der VAH-Empfehlung können in Risikobereichen neben dem X-Wipes Safety Pack von HARTMANN auch die vorgetränkten Tücher (Ready-to-use-Systeme), wie zum Beispiel die Bacillol® 30 Tissues eingesetzt werden.

Finden Sie hier eine Übersicht der HARTMANN-Flächen-Desinfektionsmitteln, die gemäß VAH-Mitteilung in Bereichen mit besonderem Infektionsrisiko zum Einsatz kommen können. (PDF zum Download)

Lesen Sie auch den Review der Studie: "Mangelhaft aufbereitete wiederverwendbare Tuchspendersysteme zur Flächendesinfektion können eine Infektionsquelle darstellen".


Quellen
1. Zur Verwendung von Tuchspendersystemen in Bereichen mit besonderem Infektionsrisiko. Mitteilung der Desinfektionsmittel-Kommission im VAH unter Mitwirkung der „4+4-Arbeitsgruppe“. Hyg Med 2014; 39 – 9.
2. Kampf G et al. (2013) Poorly processed reusable dispensers for surface disinfection tissues are a possible source of infection. BMC Infectious Diseases 2014, 14:37.