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Autor: Laura García-Álvarez et al. Quelle: The Lancet Infectious Diseases, Volume 11, Issue 8, Pages 595 - 603, August 2011; doi:10.1016/S1473-3099(11)70126-8

STUDIE

Laura García-Álvarez et al.

Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus mit neuartigem mecA-Homolog bei Menschen und Rindern in Großbritannien und Dänemark: eine deskriptive Untersuchung.

Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge konnten einen neuen MRSA-Stamm nachweisen. Das Forscherteam fand den Erreger in der Milch von Kühen die an Mastitis, einer bakteriellen Entzündung der Milchdrüse, erkrankt waren. Weiterhin konnte dieser Stamm in Menschen nachgewiesen werden.

In der Studie „Meticillin-resistant Staphylococcus aureus with a novel mecA homologue in human and bovine populations in the UK and Denmark: a descriptive study“ , stellen Garcia-Álvarez, L. et al. ihre Forschungsergebnisse dar.

Mit Hilfe von Labortests konnte festgestellt werden, dass sich der Erreger trotz der Zugabe von Antibiotika (u.a. Oxacillin) weiter vermehrte. In einem anschließenden PCR-Test wurde das für die Methicillin-Resistenz kodierte Gen mecA , jedoch nicht nachgewiesen. Die Forscher entdeckten jedoch ein mecA-Gen, welches dem typischen Resistenz-Gen nur zu 60 Prozent ähnelte. Diese Abweichung war ausreichend um das Gen unter normalen PCR-Testbedingungen nicht nachweisen zu können.

In nachfolgenden Untersuchungen wurde mit einem neu entwickelten PCR-Test dieser MRSA-Erreger auch bei Menschen nachgewiesen, z.B. in England, Dänemark oder Deutschland.

Eine Erkennung des neuartigen Erregers mit den üblichen MRSA-Screeningverfahren, z.B. durch Abstriche im Naseninneren in Krankenhäusern ist trotz der genetischen Veränderung gewährleistet. Das einfache und schnellere Testverfahren mit der PCR-Methode, ermöglicht jedoch keine Identifikation dieses Stammes und ist damit nicht zuverlässig.
Die Forscher rufen auf, dringend an weiteren verbesserten PCR-Testmethoden zu forschen, um diese flächendeckend zur Identifizierung dieses neuen Stammes nutzen zu können.


Quelle:
The Lancet Infectious Diseases, Volume 11, Issue 8, Pages 595 - 603, August 2011; doi:10.1016/S1473-3099(11)70126-8


Das Studien-Abstract finden Sie hier: www.thelancet.com