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Autor: Visvanathan, A./ Gibb, A.P./ Brady, R.R. Quelle: Telemed J E Health 2011, 17 (8): 656–661.

STUDIE

Visvanathan, A./ Gibb, A.P./ Brady, R.R.

Steigende Präsenz von mobiler Kommunikationstechnologie im klinischen Bereich: Vermeidung von Fehlern.

Hintergrund: Mobile Kommunikationstechnologien kommen in verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung zum Einsatz, um u. a. eine verbesserte Qualität und Effizienz der Kommunikation mit Kollegen und Patienten sowie einen beschleunigten Daten- und Informationstransfer zu schaffen. Die kontinuierliche Expansion der mobilen Kommunikation erfordert auch eine Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Risiken für die Patientensicherheit. 

Methoden: In der Übersichtsarbeit überprüften die Autoren die bisherigen, in der Fachliteratur dokumentierten Befunde gemeldeter klinischer Risiken, die im Zusammenhang mit der Nutzung mobiler Kommunikationstechnologien stehen.

Dabei wurden Aspekte wie mögliche elektromagnetische Störungen, Datensicherheit, auftretende Störgeräusche, Hygiene und Kreuzkontamination einbezogen. 

Ergebnis: Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Mobiltelefone ein Reservoir für Bakterien darstellen, die bekanntermaßen nosokomiale Infektionen verursachen. In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sich Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Erreger auf einem Viertel der Mobiltelefone derjenigen Patienten befanden, die auch einen nasalen Befall aufwiesen. Weitere Analysen ergaben, dass Gesundheitspersonal und Patienten ihre Mobiltelefone nur selten und unregelmäßig reinigen. Um eine sichere Dekontamination mobiler Telefone zu gewährleisten, wird bei der Reinigung die Verwendung von Alkohol empfohlen. Als effektive Methode zur Dekolonisierung haben sich z. B. alkoholgetränkte Reinigungstücher erwiesen. 

Fazit: Mobiltelefone bieten großes Potenzial zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Um die Risiken bei der Nutzung von mobilen Geräten im klinischen Bereich zu reduzieren, sind klare und umfassende Richtlinien zur Verwendung erforderlich. Weitere Forschung in diesem Bereich kann dafür evidenzbasierte Grundlagen schaffen. 


Quelle: 
Telemed J E Health 2011, 17 (8): 656–661.