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Autor: Kampf, G./ Löffler H. Quelle: Industrial Health, 2007, 45: 645–-652

STUDIE

Kampf, G./ Löffler H

Vorbeugung irritativer Kontaktdermatitis bei Gesundheitspersonal durch evidenz-basierte Händehygiene-Methoden: ein Überblick

Hintergrund: Die irritative Kontaktdermatitis ist eine unter Beschäftigten im Gesundheitswesen weit verbreitete Krankheit. Sie tritt oft an den Händen des medizinischen Personals auf und wird in der Regel durch häufiges Händewaschen, das Tragen von Handschuhen und durch Reinigungsmittel verursacht.


Methoden: Die Übersichtsarbeit untersucht Vorzüge und Risiken der Verwendung alkoholbasierter Händedesinfektionsmittel im Vergleich zum Händewaschen mit Seife und Wasser. Ziel ist es, evidenz-basierte Methoden der Händehygiene zu entwickeln, durch die sowohl die Haut des Gesundheitspersonals geschützt als auch der Übertragung nosokomialer Erreger über Handkontakt vorgebeugt wird.

Ergebnis: Alkoholbasierte Händedesinfektionsmittel haben im Vergleich zum Händewaschen nur geringes Irritationspotential für die Haut. Die meisten klinischen Situationen erfordern die Verwendung eines alkoholischen Händedesinfektionsmittels zur Abtötung von Erregern, um nosokomiale Infektionen zu reduzieren. Allerdings werden die Hände häufig in solchen Situationen gewaschen, in denen stattdessen die Verwendung alkoholbasierter Händedesinfektionsmittel erforderlich wäre. Deren routinemäßige Verwendung zur Händehygiene wird für Gesundheitspersonal empfohlen. Händewaschen sollte hingegen die Ausnahme sein und nur dann vorgenommen werden, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind.

Fazit: Diese Verhaltensänderung kann dazu beitragen, die Verbreitung der irritativen Kontaktdermatitis zu reduzieren und gleichzeitig das Risiko nosokomialer Infektionen zu senken. Entscheidend hierbei ist, dass die Compliance-Rate durch regelmäßige Schulungen zu evidenz-basierten Methoden der Händehygiene erhöht wird.  


Quelle:
Industrial Health, 2007, 45: 645–-652


Die Originalstudie in englischer Sprache können Sie hier kostenlos herunterladen.