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DESINFACTS Ausgabe 2/2008

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Ausgabe 2/2008

 

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SPECIAL

Händehygiene-Kampagne in Deutschland

Weltweit erkranken 1,4 Millionen Menschen an Infektionen, die sie während eines Krankenhausaufenthaltes bekommen. Die WHO startete am 13. Oktober 2005 ihre „Clean Care is Safer Care“-Initiative als weltweite Kampagne für mehr Patientensicherheit. Im Fokus: Die Händehygiene. Ihre Verbesserung gehört zu den fünf vorrangigen Zielen, die Gesundheit und Unversehrtheit von Patienten auf dem gesamten Globus zu schützen. Die Aktion „Saubere Hände“ soll nun auch in Deutschland für eine nachhaltige Verbesserung des Händehygiene-Verhaltens sorgen.

WEITERE THEMEN

Kongressbericht

Hygienische Händedesinfektion:
15 Sekunden zu kurz


In Deutschland wird eine Einreibezeit von 30 Sekunden für die hygienische Händedesinfektion empfohlen. Gängige alkoholische Hände-Desinfektionsmittel schaffen bei der Wirksamkeitsprüfung von Produkten zur hygienischen Händedesinfektion gemäß EN 1500 durchaus eine ausreichende Wirksamkeit innerhalb von 15 Sekunden. Wie sinnvoll ist es jedoch, daraus eine verkürzte Anwendungsempfehlung von 15 Sekunden für die hygienische Händedesinfektion abzuleiten? Im Rahmen des 9. Internationalen DGKH-Kongresses in Berlin wurde eine Studie vorgestellt, die sich dieser Frage widmete.

Personalhygiene

Hygienerisiko Fingernägel

Für viele Frauen gehören künstliche oder lackierte Fingernägel inzwischen zum gepflegten Erscheinungsbild. Da dieser Trend auch vor Pflegepersonal nicht Halt macht, kommt es in der Praxis häufig zu Auseinandersetzungen darüber, ob die Fingernägel ein Hygienerisiko darstellen. Eine aktuelle RKI-Mitteilung nimmt zu dem strittigen Thema Stellung.

Review

Strategien zur Vermeidung von Kontaktdermatitiden

Die Dermatitis zählt immer noch in vielen Ländern zu den klassischen Hautkrankheiten von Beschäftigten im Gesundheitsdienst. Das wissenschaftliche Review von Arbeiten zum Thema Händehygiene geht den unterschiedlichen Aspekten der Kontaktdermatitis auf den Grund und zeigt ideale Präventionsstrategien zu ihrer Vermeidung auf.

Berühmte Mikrobiologen

Antoni van Leeuwenhoeks bahnbrechende Entdeckungen mit dem Mikroskop

Im 17. Jahrhundert war es noch undenkbar, die Welt des Kleinsten durch das Mikroskop zu betrachten. Der verschrobene Niederländer Antoni van Leeuwenhoek gehörte zu den Mikroskopbauern der ersten Stunde und gilt als Stammvater der Mikroskopie. Der Autodidakt aus Delft entdeckte die unendliche Vielfalt des Lebens im winzig Kleinen. So beobachtete und beschrieb er als erster rote Blutkörperchen, Protozoen und Spermienzellen.