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Was versteht man unter „Feuchtarbeit“?

„Feuchtarbeit“ ist ein Begriff aus dem Arbeitsschutz und bezeichnet Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit, d. h. regelmäßig mehr als 2 Stunden, mit ihren Händen Arbeiten im so genannten feuchten Milieu ausführen.


Hintergrund:
Dazu gehören eine häufige bzw. intensive Reinigung der Hände oder das Tragen feuchtigkeitsdichter Schutzhandschuhe mit Okklusionseffekt (Wärme- und Flüssigkeitsstau). Ständige Feuchtarbeit beeinträchtigt die natürliche Barrierefunktion der Haut und kann zu Handekzemen führen. Vom Arbeitgeber sind unter Mitwirkung von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit eine Gefährdungsbeurteilung und eine Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen vorzunehmen. Dazu gehören u. a. Maßnahmen wie

 

  • Wechsel von Feucht- und Trockenarbeiten
  • Aufteilung der Feuchtarbeiten auf möglichst viele Beschäftigte
  • konsequente Reduktion des Händewaschens auf wenige Situationen (vor Dienstantritt, bei sichtbaren Verschmutzungen)
  • regelmäßige Hautpflege
  • Bereitstellung von Baumwollunterziehhandschuhen