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Welche rechtlichen Vorgaben regeln die sichere Autoklavierung von Laborabfällen in mikrobiologischen Laboren?

Regelungen werden getroffen durch die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen“ (Biostoffverordnung- BioStoffV), die TRGS 100 (Schutzmaßnahmen für gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien) und die TRGS 526 (Laboratorien).


Hintergrund:
In der "Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen“ (Biostoffverordnung - BioStoffV) ist aus § 10 ersichtlich, dass der Arbeitgeber zuständig ist für die "Auswahl und Gestaltung geeigneter und sicherer Arbeitsverfahren für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen einschließlich deren Entsorgung".

Die "Schutzmaßnahmen für gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in Laboratorien" der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 100) beschreiben, wie die biologischen Arbeitsstoffe je nach Schutzstufe entsorgt werden müssen.

Punkt 4.16.2 der TRGS 526 besagt, dass "Abfälle, die aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften nicht durch Dritte entsorgt werden können, im Laboratorium gefahrlos zu vernichten oder in eine transportfähige Form umzuwandeln sind".

Letztendlich ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, die entsprechenden Informationen zur Autoklavierung der jeweiligen Gefahrstoffe einzuholen.