Fenster schließen | DruckenBODE SCIENCE CENTER

 

Propanol/1-Propanol/2-Propanol

Alkohol
Der unspezifische Wirkmechanismus von Alkoholen, wie z.B. 1-Propanol und 2-Propanol, führt nicht zu Resistenzen

Zur Gruppe der Alkohole gehörender kurzkettiger Alkohol mit drei C-Atomen. 1-Propanol und 2-Propanol unterscheiden sich bei der Position der Alkoholgruppe.
Aufgrund ihrer Eigenschaften, u. a. leicht flüchtig, rasch wirksam und wenig toxisch, finden 1- und 2-Propanol häufig Verwendung in Hände-Desinfektionsmitteln. Hier verfügen sie über ausgezeichnete bakterizide Wirksamkeit.

Vergleichsuntersuchungen über die bakterizide Wirkung von Ethanol, 1-Propanol und 2-Propanol zeigten deutliche Unterschiede in der Relation zwischen Konzentration und Abtötungsrate. Die Ergebnisse der drei Alkohole wurden bei drei verschiedenen Konzentrationen nach 5 Minuten Einwirkungszeit im Europäischen Suspensionstest (EST) ermittelt. Bereits bei der niedrigsten Testkonzentration stellt sich die schnellere und bessere bakterizide Wirkung von 1-Propanol heraus. Für alle Testbakterien, Mycobacterium terrae einbezogen, wird die erforderliche log 5-Reduktion schon bei einer Konzentration von 20 Prozent von 1-Propanol erfüllt. Bei einer Erhöhung der Konzentration auf 30 Prozent erreicht auch 2-Propanol die vorgeschriebene log 5-Reduktion, während Ethanol dazu 40 Prozent benötigt. Im Vergleich zu den beiden Propanolen zeigt Ethanol für alle untersuchten Testbakterien eine geringere bakterizide, dafür aber höhere viruzide Wirkung.

Mit Hände-Desinfektionsmitteln, die über Alkoholkonzentrationen > 60 % v/v verfügen und z. B. Kombinationen von 1-Propanol und 2-Propanol enthalten, wird eine gute bakterizide und begrenzt viruzide Wirksamkeit erzielt. Nur in Ausnahmefällen, wie z. B. beim Norovirus, ist eine erweiterte Wirksamkeit erforderlich, für die z. B. Ethanol-basierte Hände-Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen (Wirkungsspektrum bei Noroviren begrenzt viruzid PLUS oder viruzid).



© 2014 BODE SCIENCE CENTER