Fenster schließen | DruckenBODE SCIENCE CENTER

 

Internationaler Tag der Händehygiene 2019:
Die Kernelemente des Infektionsschutzes

Am diesjährigen Internationalen Tag der Händehygiene stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Maßnahmen in den Fokus, die von ihr als Kernelemente für den Schutz vor nosokomialen Infektionen identifiziert wurden.

Die WHO-Kernelemente zum Infektionsschutz lassen sich mit dem Evolutionskonzept zur Händehygiene von HARTMANN Schritt für Schritt umsetzen – mit zeitgemäßen Tools wie Apps zum Monitoring, eLearning-Programmen und flexiblen Arbeitsanweisungen.

Die acht wichtigsten WHO-Kernelemente zur Prävention nosokomialer Infektionen sowie zur Eindämmung multiresistenter Erreger und wie das Evolutionskonzept zur Händehygiene die Umsetzung unterstützt:

1. Infektionsschutz- und Infektionskontroll-Programme
Etablierung eines Programms zum Schutz vor Infektionen und zur Infektionskontrolle (IPC-Programm) mit klar definierten Zielen und einem jährlichen Arbeitsplan. Das IPC-Programm sollte:

  • Von einem geschulten und engagiertem Team getragen werden
  • Die lokale Epidemiologie und Prioritäten gemäß einrichtungsspezifischer Risikobewertungen berücksichtigen
  • Über ein Budget und Ressourcen verfügen
  • Messbare Ergebnisindikatoren und Ziele für die kritische Gesundheitsversorgung enthalten


2. Evidenz-basierte Leitlinien

Evidenz-basierte Leitlinien sollten entwickelt bzw. vorhandene Leitlinien in den Gesundheitseinrichtungen umgesetzt werden:

  • Eine Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten sollte in Betracht gezogen werden
  • Die Einhaltung von Leitlinien sollte überwacht werden
  • Relevante Interessengruppen (leitende Ärzte, Pflegekräfte, Facility Manager im Gesundheitswesen) sollten an der Entwicklung und Anpassung von Richtlinien beteiligt sein

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit Materialien, die auf wissenschaftlichen Grundlagen basieren und die laufend an neue Standards angepasst werden.


3. Fortbildung und Schulung
Die Schulung aller Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu Themen des Infektionsschutzes sollte Teil einer umfassenden Bildungsstrategie für Gesundheitseinrichtungen sein:

  • Einsatz von team- und aufgabenbezogenen Methoden, die partizipatorisch sind und eLearning-Programme, Bett- und Simulationstraining beinhalten
  • Regelmäßige, mindestens jährliche Bewertung der Wirksamkeit des Trainings
  • Kontrollen der erreichten Kenntnisse z. B. durch Hygieneaudits

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit anspruchsvollen eLearning-Programmen, eHealth-Applikationen zur Compliance-Beobachtung und attraktiven Folien zur Präsenzschulung.


4. Surveillance nosokomialer Infektionen
Die einrichtungsspezifische Überwachung nosokomialer Infektionen hilft, die häufigsten Infektionen zu identifizieren und Ausbrüche zu erkennen:

  • Ergebnisse der Surveillance sollten rechtzeitig rückgemeldet werden
  • Eigene Ergebnisse und Erkenntnisse nationaler Surveillance-Netzwerke dienen als Grundlage für Interventionen zum Infektionsschutz
  • Für die Surveillance sollten ausreichend mikrobiologische Laborkapazitäten vorhanden sein


5. Multimodale Strategien
Multimodale Strategien sind wissenschaftlich belegt der beste Ansatz, um Verhaltensänderungen zu erzielen und eine bessere Compliance bei Infektionsschutzmaßnahmen zu erreichen:

  • Statt einer Strategie (Fortbildung und Schulung) wird eine Reihe von Strategien eingesetzt, die sich an das menschliche Verhalten richten, z. B. durch Überwachung und Feedback, Verbesserung der Infrastrukturen oder der Sicherheitskultur

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit einem multimodalen Gesamtkonzept im Baukastenprinzip.


6. Monitoring und Feedback
Die regelmäßige Überwachung und zeitnahes Feedback zu Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen der Mitarbeiter ist ein wichtiges Instrument, um Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass es ein Problem gibt und dass die gewählte Lösung die richtige ist:

  • Zeitnahe Rückmeldung an alle Personen, die beobachtet wurden
  • Die Beobachtung der Händehygiene und ihrer Einhaltung ist ein Schlüsselindikator für den Status des Infektionsschutzes
  • Monitoring und Feedback trägt dazu bei, eine Lernkultur zu schaffen

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit modernen eHealth-Applikationen zur Compliance-Beobachtung, -Feedback und hochwertigen Ergebnispräsentationen.


7. Personalbesetzung und Bettenauslastung
Die Bettenbelegung und die Personalausstattung sollten der Standardkapazität entsprechen. Überbelegungen und Überlastung des Personals erhöhen das Infektions- und Ausbruchsrisiko.

  • Arbeitsaufkommen, Personal und Bettenbelegung sollten berücksichtigt werden
  • Bei der Bettenbelegung ist auf ausreichend Abstand (>1 Meter zwischen den Patientenbetten) zu achten

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit strukturierten Arbeitsabläufen und Checklisten.


8. Umfeld und Ausstattung unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes
Um die Patientensicherheit zu gewährleisten, sollte die Versorgung in einer hygienischen Umgebung mit Zugang zu allen benötigten Utensilien gewährleistet sein.

  • Bereitstellung aller Materialien zum Infektionsschutz wie z. B. Händedesinfektionsmittel am Point of Care
  • Ausreichende technische Ausstattung z. B. von Spendersystemen

Die acht Komponenten der WHO sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Etablierung von Infektionsschutz- und Infektionskontroll-Programmen in Gesundheitseinrichtungen. Mit einem 2018 erschienenen Handbuch unterstützt die WHO z. B. Krankenhäuser dabei, diese wichtigsten Maßnahmen für den Infektionsschutz in ihrer Einrichtung zu etablieren [1].

Das Evolutionskonzept zur Händehygiene unterstützt mit Spendersystemen für jede Raumsituation und evidenz-basierten Spender-Checklisten.

1. World Health Organization (WHO). Improving Infection Prevention and Control at the Health facility. Interim practical manual supporting implementation of the WHO Guidelines on Core Components of Infection Prevention and Control Programmes. Genf 2018.



© 2014 BODE SCIENCE CENTER