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Innovativer Beitrag zum Infektionsschutz: Hygienisch verbesserte Arbeitsprozesse

Durch die Implementierung von Standardarbeitsanweisungen setzen Mitarbeiter einer Beobachtungs- und Interventionsstudie des BODE SCIENCE CENTER zufolge Hygieneempfehlungen deutlich besser um. Die Studie zum „Legen eines peripheren Venenkatheters“ übertrug die Vorteile von SOPs auf den Infektionsschutz und entwickelte ein aus Sicht des Patientenschutzes optimales Vorgehen. Auf Basis der Ergebnisse zum Legen eines PVK entwickelte  HARTMANN mit seinem BODE SCIENCE CENTER weitere wichtige Behandlungsstandards. Auch die neuen SOPs „Legen einer transurethralen Harnwegsdauerdrainage“, „Endotracheales Absaugen Tracheostoma“ und „Verbandwechsel mit und ohne Wundversorgung“ lassen sich gut in den Klinikalltag integrieren und dienen sowohl der Erhöhung der Handlungskompetenz der Mitarbeiter als auch des Patientenschutzes.

Standardarbeitsanweisungen (standard operating procedure = SOP) sind ein wichtiger Bestandteil im Qualitätsmanagement von Kliniken. SOPs geben einheitliche Vorgehensweisen und zu verwendende Materialien vor und tragen zu mehr Sicherheit und Effizienz bei klinischen Abläufen bei. Als Bestandteil des Evolutionskonzepts der Händehygiene, hat HARTMANN mit seinem BODE SCIENCE CENTER ein neues Modul für den Infektionsschutz entwickelt: Hygienisch optimierte Arbeitsprozesse für wichtige pflegerische und ärztliche Tätigkeiten, die in Zusammenhang mit nosokomialen Infektionen stehen.


Was zeichnet die SOPs vom BODE SCIENCE CENTER aus?

  • Ganzheitlicher Ansatz: Es geht nicht nur um Händehygiene, sondern um alle Aspekte: Arbeitsvorbereitung, Berücksichtigung aller infektionskritischen Teilschritte, ideale Reihenfolge.

    Vorteil: Besserer Patientenschutz, effizientes Vorgehen.

  • Entwickelt auf Basis evidenz-basierter Empfehlungen unter Berücksichtigung der 5 Momente der Händehygiene.

    Vorteil: Der Nutzen der Maßnahmen für den Patientenschutz ist belegt – Es werden keine überflüssigen Hygienemaßnahmen durchgeführt.

  • Multimodales Trainingsprogramm: Für jede SOP stehen umfangreiche Materialien zur Verfügung: Fragebogen zur Ermittlung des Status Quo, Schulungsfolien, ein E- Learning-Tool, eine eHealth-Software („Observe SOP“) für Beobachtung/Feedback und Online-Analyse, Checklisten, Kitteltaschenkarten und Poster.

    Vorteil: Mix aus Präsenzschulung und interaktivem Lernen, Erinnerungshilfen und direktem Feedback steigern die Motivation und fördern eine nachhaltige Verinnerlichung der SOPs.


Für welche pflegerischen und ärztlichen Tätigkeiten wurden die SOPs bislang entwickelt?

Bislang wurden vier SOPs ausgearbeitet, die häufige und infektionskritische klinische Tätigkeiten widerspiegeln wie das Legen peripherer venöser Zugänge und Harnwegskatheter, der postoperative Wechsel von Wundverbänden und das endotracheale Absaugen. Eine unzureichende Hygiene innerhalb dieser Pflegemaßnahmen kann zu Infektionen führen. Das Risiko, an einer der folgenden nosokomiale Infektionen zu erkranken, ist besonders hoch, da sie zu den häufigsten nosokomialen Infektionen zählen: postoperative Wundinfektionen (19,6 %) und Pneumonien (19,4 %), Harnwegsinfektionen (19%) und Sepsen (10,7%)[1].

Die optimierten SOPs greifen gezielt Tätigkeiten auf, die in Zusammenhang mit nosokomialen Infektionen stehen:

 

  • Legen eines peripheren Venenkatheters
  • Legen einer transurethralen Harnwegsdauerdrainage
  • Endotracheales Absaugen Tracheostoma
  • Verbandwechsel mit und ohne Wundversorgung


Sind die Vorteile von SOPs für den Infektionsschutz belegbar?

Studien zeigen, dass die Implementierung optimierter Arbeitsabläufe die Compliance bei infektionskritischen Momenten deutlich erhöhen – dies gilt für die Händedesinfektion [2,3], sowie zusätzlich auch für andere infektionsrelevante Tätigkeiten wie z. B. das sterile Abdecken von Punktionsstellen [4]. Mitarbeiter werden in den Arbeitsabläufen sicherer und bewerten die Intervention als hilfreich [4].


An wen können sich Kliniken wenden, die Interesse an den SOPs haben?

Informationen zu den SOPs sowie zum Evolutionskonzept der Händehygiene erhalten Sie beim Kundenservice der PAUL HARTMANN AG :

Tel.: 0800 7235595
kundenservice.vk[at]hartmann.info


Quellen
1. Point prevalence survey of healthcare-associated infections and antimicrobial use in European acute care hospitals 2011-2012. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) 4. Juli 2013.
2. Scheithauer et al. Improving hand hygiene compliance rates in the haemo- dialysis setting: more than just more hand rubs. Nephrol Dial Transplant. 2012, 27: 766–770.
3. Son et al. Practically speaking: Rethinking hand hygiene improvement programs in health care settings. Am J of Infect Control. 2011; 39(9):716-24.
4. Kampf et al. Im- proving patient safety during insertion of peripheral venous catheters: an observational intervention study. GMS Hygiene and Infection Control. 2013, 8(2):Doc18