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Standardisierte Arbeitsprozesse für bessere Hygiene

Die Bereitschaft der Mitarbeiter, Hygieneempfehlungen umzusetzen, kann mit standardisierten Arbeitsprozessen (SOP) deutlich verbessert werden. Ausgehend von einer Interventionsstudie des BODE SCIENCE CENTER am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurden neue Behandlungsstandards für mehrere pflegerische und ärztliche Tätigkeiten entwickelt. Diese Standards sind aus Sicht des Patientenschutzes optimal, müssen aber gegebenenfalls an die lokalen Erfordernisse angepasst werden. Für den Infektionsschutz unabdingbar sind die entsprechend gekennzeichneten Teilschritte, sowie die Einhaltung ihrer Reihenfolge.
Das Feedback der in der Studie mitwirkenden Mitarbeiter bewies, dass sich die Verbesserung von Arbeitsabläufen gut in den Arbeitsalltag integrieren lässt: über 90% der Befragten empfanden die Intervention als hilfreich oder fühlten sich nicht gestört.


Vorteile standardisierter Arbeitsabläufe
Eine zentrale Compliance-Hürde ist die verbreitete Unsicherheit darüber, wann welche Hygienemaßnahmen am Patienten erforderlich sind. Standardisierte Arbeitsabläufe haben sich in der Studie als wahrer Compliance-Bringer erwiesen. Die Vorteile für Gesundheitseinrichtungen liegen auf der Hand:

  • Patientenschutz: Mit dem Fokus auf infektionskritische Teilschritte verbessert sich der Patientenschutz.
  • Routine: Das Pflegepersonal gewinnt durch gut nachvollziehbare, strukturierte Abläufe mehr Sicherheit bei der Umsetzung von Hygienemaßnahmen innerhalb komplexer klinischer Arbeitsabläufe.
  • Effizienz und Zeitersparnis: Nicht jede Hygienemaßnahme ist auch Sicht des Infektionsschutzes erforderlich. Mit den SOPs werden keine überflüssigen Hygienemaßnahmen durchgeführt.


Am Beispiel des Legens eines peripheren Venenkatheters (PVK) wurde im Rahmen der Interventionsstudie, auf Basis von drei evidenzbasierten Empfehlungen (WHO, CDC, RKI), der optimale Ablauf beim PVK-Legen definiert. Dieser Ablauf enthält z. B. fünf für den Infektionsschutz relevante Teilschritte mit dem Evidenzgrad 1A oder 1B:

  • Händedesinfektion vor Patientenkontakt
  • Hautantisepsis der Punktionsstelle
  • keine Palpation der desinfizierten Punktionsstelle
  • Händedesinfektion vor aseptischen Tätigkeiten
  • sterile Abdeckung der Punktionsstelle

Für weitere klinische Arbeitsabläufe, wie z. B. die Pflege einer Punktionsstelle eines zentralen Venenkatheters und das Wechseln eines Wundverbands, haben HARTMANN und das BODE SCIENCE CENTER gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Eppendorf weitere Standards entwickelt. Je nach Ablauf unterscheidet sich die Anzahl und Reihenfolge von patientenschutzrelevanten Schritten.

Die Interventionsstudie finden Sie unter SCIENCE.

Lesen Sie den Artikel zur Interventionsstudie.

Eine Studie zur Infektionsgefahr durch periphere Venenkatheter finden Sie hier.

Lesen Sie hier eine Fallbeschreibung einer Katheter-assoziierten Sepsis.

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