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Interview: Endoskopiepraxen leitliniengerecht einrichten

Dr. Walter Rufle
Dr. Walter Rufle, Gemeinschaftspraxis : Gastroenterologie-Heidenheim
Dr. Walter Rufle
Dr. Stefan Wolf, Gemeinschaftspraxis : Gastroenterologie-Heidenheim

Die Leitlinien zur Endoskopie stellen hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Gastroenterologie. Besonders im Fokus steht hierbei die zuverlässige Hygiene. Im Interview geben die beiden niedergelassenen Gastroenterologen Dr. Walter Rufle und Dr. Stefan Wolf einen Einblick, wie sie in ihrer neuen Gemeinschaftspraxis in Heidenheim die Hygienequalität sicherstellen.


Was war Ihnen beim Einrichten Ihrer neuen Praxis im Hinblick auf die Hygienesicherheit besonders wichtig?

SW: Entscheidend für uns war, die Praxis entsprechend den Leitlinien sowie nach dem neuesten Stand der Technik einzurichten. Ganz im Vordergrund stand dabei die absolute Trennung zwischen rein und unrein. Das haben wir geschafft, indem wir zwei Durchreicheschränke zwischen den beiden Untersuchungsräumen und dem dazwischen liegenden Aufbereitungsraum aufgestellt haben. Fachlich beraten wurden wir dabei von der Walter H. Becker GmbH aus Triftern, die uns bei der leitliniengerechten Einrichtung der neuen Praxis unterstützt hat.


Worin besteht der Vorteil der Durchreicheschränke?

WR: Das Schranksystem erleichtert die Arbeitsabläufe enorm und sorgt damit für mehr Sicherheit. So werden die benutzten Endoskope im Untersuchungsraum einfach in einen Container gelegt und durch den Schrank direkt in den Aufbereitungsraum geschoben. Damit sind sowohl die Mitarbeiter als auch die Geräte optimal geschützt. Denn nichts ist aus hygienischer Sicht gefährlicher als Mitarbeiter, die weite Wege zurücklegen müssen. Schon eine kleine unbedachte Bewegung kann zur Kontamination der Mitarbeiter und der Umgebung oder zu Schäden an den Endoskopen führen.


Gibt es einen weiteren Nutzen?

SW: Ja, wir sparen Kosten. Denn normalerweise muss der Container mit einer Einmalfolie abgedeckt werden. Das ist dank des speziellen Schranksystems nicht mehr erforderlich. Eine Einmalfolie kostet pro Untersuchung etwa einen Euro. Und wenn Sie jetzt 5.000 Untersuchungen im Jahr haben, ist das ein großer Kostenfaktor, der damit entfällt.


Von welchen Investitionen haben Sie ansonsten noch besonders profitiert?

WR: Sehr gelohnt hat sich für uns die Anschaffung der Deckenampeln für die beiden Untersuchungsräume. Die Freiheit von jeglichen Elektrokabeln am Boden macht das Arbeiten deutlich einfacher. Außerdem profitieren wir sowohl hinsichtlich der Hygienesicherheit als auch für unsere Arbeitsprozesse von unserer neuen Einrichtung im Aufbereitungsraum. Angefangen von den langgestreckten Endoskopbecken, die eine besonders gründliche und sichere Reinigung der Endoskope ermöglichen über die hochwertigen Durchreichemaschinen bis hin zum neuen Schrank für die einwandfreie Lagerung der Endoskope.


Welchen Tipp können Sie aus Ihrer Erfahrung anderen Praxen für die Einrichtung geben?

SW: Es ist sinnvoll, bei einer neuen Praxis gleich am Anfang in eine sehr gute und leitliniengerechte Einrichtung zu investieren. Das zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, ist erfahrungsgemäß schwierig. Grundsätzlich zahlt sich die Investition in eine gute Hygienequalität gleich in vielerlei Hinsicht aus. Mehr Sicherheit für die Patienten und Mitarbeiter, einfachere und vor allem aber auch erheblich effizientere Arbeitsabläufe. So werden wir zu zweit auf eine Zahl von ca. 5.000 Endoskopien im Jahr kommen. Das hochwertige Equipment trägt dazu bei, dieses große Pensum bei bestmöglicher Hygienequalität zu erfüllen.


Herr Dr. Rufle und Herr Dr. Wolf, wir danken Ihnen für das Gespräch.