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Interview: State of the Art-Lösungen bei der Endoskopaufbereitung

Andrea Thies
Andrea Thies, langjährige Mitarbeiterin der Endoskopieabteilung, LungenClinic Grosshansdorf
Nina Teichmann
Nina Teichmann, Hygienefachkraft, LungenClinic Grosshansdorf

Als Fachklinik diagnostiziert und behandelt die LungenClinic Grosshansdorf sämtliche Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege. Einen wichtigen Schwerpunkt der Klinik bildet die Endoskopie. Welche besonderen Herausforderungen bei der Endoskopaufbereitung in einer Spezialklinik zu bewältigen sind und wie es in der Praxis gelingt, immer nach dem neuesten Stand zu arbeiten, darüber berichten Andrea Thies, langjährige Mitarbeiterin der Endoskopieabteilung, und Nina Teichmann, Hygienefachkraft, im Interview.


Mit welchen besonderen Anforderungen sieht sich die Endoskopieabteilung in der LungenClinic Grosshansdorf konfrontiert?

NT: Unser Haus ist zwar relativ klein, aber eben hochspezialisiert auf Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Deswegen werden in unserer Klinik überdurchschnittlich viele Bronchoskopien durchgeführt. Wir haben hier jeden Tag allein fünf bis sechs endobronchiale Ultraschallendoskopie-Untersuchungen (EBUS). So etwas finden Sie nur in wenigen Häusern.


Was bedeutet das konkret für die Endoskopaufbereitung?

AT: Der Schwerpunkt liegt bei uns natürlich auf Bronchoskopen, darunter hauptsächlich Fiber- und Videobronchoskopen. Auch EBUS- und EUS-Geräte bereiten wir regelmäßig auf. Duodenoskope gibt es hier bei uns dagegen nicht. An manchen Tagen bereitet unser 9-köpfiges Team bis zu 41 Endoskope auf. Und im Jahr kommen wir allein in der Endoskopie-Abteilung auf ungefähr 3 500 Geräte.


Das ist ein hohes Pensum. Wie gelingt es Ihrer eher kleinen Endoskopie-Abteilung, diese anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen?

AT: Unser Team ist einfach richtig gut eingespielt und sehr motiviert. Hinzu kommt: Jeder Mitarbeiter beherrscht hier jede Aufgabe. Dazu gehören die Vorbereitung des Patienten, die Assistenz beim Arzt, die Nachsorge und eben die Aufbereitung der Endoskope. Dadurch können wir in einem Rotationsprinzip arbeiten, sodass jeder Mitarbeiter abwechselnd jede Arbeit erledigt. Diese Arbeitsteilung ist möglich, weil unser Team ausschließlich aus examinierten Krankenschwestern mit der Zusatzqualifikation Sachkunde Endoskopie besteht. Die Kurse werden auch regelmäßig wiederholt, sodass wir alle immer auf dem neuesten Stand sind.


Stichwort „neuester Stand“ – die LungenClinic  Grosshansdorf setzt bewusst in allen Bereichen auf State of the Art-Lösungen. Wie zeigt sich das in der Endoskopie-Abteilung?

AT: Das zeigt sich an vielen Stellen. So setzte unsere Klinik z. B. schon vor 25 Jahren auf die maschinelle Aufbereitung und gehört damit zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Damals testete unser Haus als Pilotklinik auch das System Korsolex Endo von HARTMANN. Damit sind wir übrigens bis heute rundum zufrieden. Tatsächlich haben wir bei der Kontrolle der Endoskope immer beste mikrobiologische Ergebnisse. Das ist natürlich sehr beruhigend. Aktuell wird auch die Endoskopie-Abteilung nach dem State of the Art umgebaut.


Was wird sich denn mit dem Umbau für die Endoskopie-Abteilung für Sie verändern?

NT: Insgesamt sind umfangreiche Neuerungen vorgesehen. So werden die Räume der Abteilung in zwei Bauabschnitten modernisiert. Kern des Vorhabens ist eine verbesserte Raumaufteilung. Besonders wichtig ist für uns dabei die Schaffung von zwei identischen Räumen, in denen alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden können. Aber auch bei der Aufbereitung wird Vieles für uns einfacher werden. Die Arbeitswege werden verkürzt. Die neue Einrichtung mit Durchreichemaschinen und modernen Endoskopbecken wird den Arbeitsalltag deutlich erleichtern. Deswegen freuen wir uns alle sehr auf die neuen Räume.


Frau Thies und Frau Teichmann, wir danken Ihnen für das Gespräch.