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Hygienemaßnahmen bei Clostridium difficile

Das Bakterium C. difficile ist weltweit der häufigste Erreger nosokomialer Durchfallerkrankungen, die in Zusammenhang mit einer Antibiotikagabe stehen. Ausbrüche und schwere Verläufe von C. difficile-Infektionen (CDI) nehmen zu.

Ein erhöhtes Risiko für eine CDI haben vor allem ältere Menschen, insbesondere ab dem 65. Lebensjahr, sowie Menschen, die aufgrund einer Infektionskrankheit mit Antibiotika behandelt werden müssen. Infektionen und Ausbrüche beschränken sich daher nicht nur auf Krankenhäuser, sondern treten immer wieder auch in Alten- und Pflegeheimen auf.


Symptome von C. difficile-Infektionen

Zum typischen Erscheinungsbild einer durch Clostridium difficile verursachten Durchfallerkrankung gehören wässriger Durchfall, Unterbauchschmerzen und Übelkeit bei leichten bis mittelschweren Verläufen. Bei schweren Verläufen kann auch eine pseudomembranöse Colitis entstehen.
Das Absetzen des Antibiotikums ist die erste, manchmal schon ausreichende Therapie. Die durch den Erreger ausgelösten Infektionen sind toxinvermittelt:  Die Zellgifte greifen die Zellen der Dünndarmschleimhaut an und erhöhen ihre Durchlässigkeit.


Übertragungswege

Direkte Übertragung: Über die Hände. Dabei werden Clostridium difficile-Keime  direkt von kontaminierten Händen auf Kontaktpersonen übertragen. Insbesondere die sehr beständigen Sporen werden über den Stuhl ausgeschieden und können dann verbreitet werden.

Indirekte Übertragung: Über kontaminierte Oberflächen. Durch Handkontakt gelangen die Keime von den Flächen auf die Hände und von dort auf andere Personen (Kreuzkontamination).


Hohes Verbreitungsrisiko

Seine Fähigkeit zur  Sporenbildung stattet den Erreger mit einer besonderen Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen aus. Bei 107 bis 109 Keimen pro Gramm Stuhl, den Patienten mit Diarrhöe ausscheiden, besteht über Sanitäranlagen und kontaminierte Gegenstände ein durchaus hohes Risiko einer raschen Verbreitung des Erregers.
Zur Desinfektion von Flächen und Instrumenten kommen sporizide Desinfektionsprodukte oder Präparate, die zusätzlich gegen Clostridium difficile getestet wurden, zum Einsatz. Bei der Händehygiene ist ein besonderes Vorgehen erforderlich (siehe Desinfektionsplan zum Download).