Die überregionale Zunahme an C. difficile Infektionen mit neuen Epidemiestämmen hat es erforderlich gemacht, diesen nosokomialen Infektionserreger intensiver zu betrachten. In seiner Übersichtarbeit beschreibt Kampf u. a. die Rolle unbelebter Flächen als Reservoir für neue Infektionen. Die höchsten Kontaminationsraten wurden in der Umgebung von Patienten mit Durchfall gefunden, und dann insbesondere in der Umgebung der Toilette bzw. an Steckbecken. Die sporizide Flächendesinfektion hat in der Mehrzahl der Studien eine signifikante Reduktion der C. difficile Neuerkrankungsrate zur Folge gehabt. Neben dem Tragen von Schutzhandschuhen, scheint die sporizide Flächendesinfektion im Ausbruchsfall das größte Potential zur Prävention zu haben.
Die Hände sind selten mit C. difficile kontaminiert. Bei Verdacht auf Kontamination der Hände sollten diese zur Abtötung der vegetativen C. difficile Zelle erst desinfiziert und anschließend kurz und gründlich gewaschen werden, um die Sporenzahl größtmöglich zu reduzieren.
Quelle:
Hyg Med 2008; 33 [4]