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Autor: Thomas, B.W. et al. Quelle: Journal of the American Osteopathic Association, 2009, 109 (5): 263-267.

STUDIE

Thomas, B.W. et al.

Die Positionierung von Händedesinfektionsmittel-Spendern an unübersehbaren und herkömmlichen Orten und ihre Auswirkung auf den Gebrauch von alkoholischen Hände-Desinfektionsmitteln auf einer Intensivstation

Händedesinfektion gilt als die wichtigste Maßnahme zur Prävention von nosokomialen Infektionen, jedoch erreicht die Compliance selten das empfohlene Niveau. Ziel dieser beobachtenden, prospektiven Studie war es, festzustellen, ob das Anbringen von Desinfektionsmittel-Spendern an auffälligeren Stellen und näher beim Patienten die Verwendung von Desinfektionsmitteln gemessen am Verbrauch erhöht. Weiterhin sollte herausgefunden werden, wie sich die Platzierung von Spendern im Vergleich zur Anzahl von verfügbaren Spendern auf den Verbrauch auswirkt. Die Studie umfasste insgesamt drei Beobachtungsperioden. Nach der Kontrollperiode mit den Standard-Anbringungsorten (8 Spender) folgten zwei Testperioden: 1. Anbringung an „unübersehbaren Stellen und in der unmittelbaren Patientenumgebung“ (16 Spender) und 2. signifikante Erhöhung der Spenderanzahl an Standard-Orten (36 Spender).

Ergebnisse: In den drei Beobachtungsperioden konnte festgestellt werden, dass der tägliche Verbrauch der alkoholischen Hände-Desinfektionsmittel statistisch signifikant anstieg nachdem die Spender in auffälliger Position und in der Nähe der Patienten platziert wurden (P<.001). Im Gegensatz dazu stieg der Verbrauch nach der Erhöhung der Spenderanzahl nicht an (P=.196).

Schlussfolgerung: Das Anbringen der Spender mit alkoholischem Hände-Desinfektionsmittel an unübersehbaren Stellen (d.h. in der unmittelbaren Patientenumgebung) führte zu einem statistisch und klinisch signifikanten Anstieg des Produktverbrauches. Eine höhere Spenderanzahl erhöhte den Verbrauch nicht. Bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Infektionsprävention auf Intensivstationen sollte daher die positive Auswirkung der Spenderplatzierung auf den Gebrauch dieser hochwirksamen Produkte berücksichtigt werden.

Quelle:
Journal of the American Osteopathic Association, 2009, 109 (5): 263-267.

Den vollständigen Artikel inklusive Download-Möglichkeit finden Sie auf: www.jaoa.org