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Autor: Scheithauer, S. / Lemmen, S.W. (2013) Quelle: J Hosp Infect 2013, 83 (S 1): 17–22

STUDIE

Scheithauer, S. / Lemmen, S.W. (2013)

Wie kann Compliance bei der Händehygiene in spezialisierten Bereichen eines Universitätsklinikums verbessert werden?

Hintergrund: Obwohl in den letzten Jahren zum Teil schon gute Voraussetzungen für die Durchführung von Maßnahmen zur Händehygiene geschaffen wurden (z.B. ausreichende Verfügbarkeit von Desinfektionsmittel-Spendern auf allen Stationen und regelmäßige Schulungsmaßnahmen), sind die Compliance-Raten bei der Händehygiene von Gesundheitspersonal in Kliniken nach wie vor nicht hoch genug.


Methoden: Im Rahmen der Übersichtsarbeit untersuchten die Autoren verschiedene, in der Fachliteratur dokumentierte Strategien zur Steigerung der Händehygiene-Compliance und werteten diese im Hinblick auf Stärken und Schwächen aus.


Ergebnis: Surveillance-Systeme können zur Reduzierung nosokomialer Infektionen entscheidend beitragen. Das Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) etwa ermöglicht auch eine standardisierte Messung des Verbrauchs von Hände-Desinfektionsmitteln. Doch lässt ein höherer Verbrauch nicht notwendigerweise auf eine qualitativ verbesserte Händehygiene-Compliance schließen. Ein weiterer Ansatz ist die direkte Beobachtung des Händehygiene-Verhaltens von Gesundheitspersonal – idealerweise mit unmittelbar erfolgendem Feedback. Zur Reduzierung des Aufwands bei Messverfahren zur Händehygiene-Compliance könnten neue Technologien beitragen, wie z.B. in Desinfektionsmittel-Spender integrierte elektronische Zählwerke oder die Einführung berührungsfreier Desinfektionsmittel-Spender.


Fazit: Die Autoren sehen jene Konzepte als besonders tauglich an, welche die Händehygiene einfach und effizient in klinische Arbeitsabläufe integrieren und so die Bereitschaft zur Händedesinfektion erhöhen. Als ideale Bewertungsmaßnahme wird eine Kombination aus Verbrauchsmessung und Beobachtung empfohlen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollte nicht allein den Krankenhaushygiene Teams überlassen werden, sondern auch die Mitarbeiter aus den jeweiligen klinischen Bereichen einbeziehen. Die Unterstützung durch das Krankenhaus-Management ist dabei von entscheidender Bedeutung.


Quelle: J Hosp Infect 2013, 83 (S 1): 17–22


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