Wir forschen für den Infektionsschutz

Ist die Geflügelpest H5N8 für den Menschen gefährlich?

Nein, bislang sind keine humanen Infektionen mit dem für Vögel hochpathogenen Virus bekannt.


Hintergrund:
Im November 2016 bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die hochpathogene aviäre Influenza vom Subtyp A(H5N8) als Todesursache mehrere Wildvögel in Schleswig-Holstein. Das Virus ist seitdem bei Wildvögeln in weiteren Teilen Deutschlands und sogar vereinzelt in Geflügelbeständen nachgewiesen worden.
Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge könnte das Virus bei engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Tieren auf den Menschen übertragen werden. Humane Erkrankungen sind dabei nicht gänzlich auszuschließen, wurden bisher jedoch noch nicht registriert. Ein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung besteht nicht (1). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält außerdem eine Übertragung des Virus über infizierte Lebensmittel für unwahrscheinlich (2).

Das FLI empfiehlt, den direkten Kontakt von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln zu vermeiden (3).

Quellen:
1. Das RKI zu Ausbrüchen von hochpathogener aviärer Influenza A(H5N8) bei Geflügel und Wildvögeln. Robert Koch-Institut (RKI), Stand: 17.11.2016.
2. Aktueller Vogelgrippe-Ausbruch: Virusübertragung (H5N8) durch Verzehr von Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten unwahrscheinlich. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Mitteilung Nr. 032/2016 des BfR vom 10. November 2016.
3. Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5N8 in Deutschland. Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Bundesinsitut für Tiergesundheit. Stand 9.11.2016.