Wir forschen für den Infektionsschutz

Welche Auswirkungen hat die CLP-Verordnung auf den Einsatz von Flächen-Desinfektionsmitteln?

Die Gefahrstoffkennzeichnung der Flächen-Desinfektionsmittel muss bis spätestens 1. Juni 2015 der Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (Classification, Labelling and Packaging – CLP) entsprechen. 

Hintergrund:
Die EU-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung) basiert auf den internationalen Vereinbarungen des global harmonisierten Systems (GHS) zur Kennzeichnung von Chemikalien. Mit der Verordnung soll sichergestellt werden, dass Anwender eindeutig über die Risiken im Umgang mit Chemikalien informiert sind. Zudem soll der Handel mit chemischen Erzeugnissen erleichtert werden, da durch die Harmonisierung keine länderspezifischen Unterschiede in der Gefahrstoffeinstufung von chemischen Erzeugnissen mehr existieren.

Flächen-Desinfektionsmittel sind Biozidprodukte und unterliegen damit der CLP-Verordnung. Die Änderungen betreffen die Etiketten und die Sicherheitsdatenblätter. Während die Verordnung für Einzelstoffe bereits seit Dezember 2010 rechtsverbindlich wirksam ist, müssen die Desinfektionsprodukte, die als Gemische gelten, bis zum 1. Juni 2015 neu eingestuft und gekennzeichnet werden.