Wir forschen für den Infektionsschutz

Wie kann Hepatitis-B-Infektionen (HBV) in Gesundheitseinrichtungen vorgebeugt werden?

Grundsätzlich sollten gefährdete Mitarbeiter im Gesundheitswesen gegen Hepatitis B geimpft werden. Ferner ist die Standardhygiene bei allen Kontakten mit Patienten zu beachten. Daher gilt es, die Hände gemäß den 5 Momenten zu desinfizieren. Auch sind Oberflächen regelmäßig zu dekontaminieren. Die dabei verwendeten Desinfektionsmittel müssen eine begrenzt viruzide Wirksamkeit aufweisen. Um Instrumente aufzubereiten, empfiehlt das RKI thermische Verfahren [1].

Ist der Kontakt mit virushaltigen Körperflüssigkeiten zu erwarten, sollten Einmalhandschuhe getragen werden. Spitze oder scharfe Gegenstände wie z. B. Nadeln oder Kanülen sind sicher zu entsorgen, sollten sie mit Blut oder weiteren Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sein. Entstehen virushaltige Aerosole, empfiehlt es sich, Mundschutz und Schutzbrille zu tragen [1].

Hintergrund:
Eine Ansteckung mit Hepatitis-B-Viren erfolgt in erster Linie über Blut und andere Körperflüssigkeiten. Dabei werden ca. 40 % bis 70 % der Neuinfektionen in Deutschland sexuell übertragen. Kommen Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Hepatitisviren in Kontakt, geschieht dies hauptsächlich durch Nadelstichverletzungen [1, 2].


Quellen:
[1] Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber für Ärzte. Hepatitis B. Stand: 20.12.2013.
[2] Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI). Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums. Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2002; 45:395–411.